{"id":14203,"date":"2026-01-26T13:55:21","date_gmt":"2026-01-26T12:55:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/wenn-fuesse-sprechen-koennen\/"},"modified":"2026-01-26T13:55:21","modified_gmt":"2026-01-26T12:55:21","slug":"wenn-fuesse-sprechen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wenn-fuesse-sprechen-koennen\/","title":{"rendered":"Wenn F\u00fcsse sprechen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Montag, 24. Januar 2005 &#8211; Aargauer Zeitung<\/p>\n<h6>Ania Losinger spielt die Xala &#8211; vielmehr betanzt sie dieses erste Bodenxylophon der Welt<\/h6>\n<p>24 Klangst\u00e4be aus Holz, zwei Oktaven in einer intuitiven Anordnung &#8211; aber nicht auf einem Tisch, wie bei einem Xylophon. Nein, die Xala liegt auf dem Boden &#8211; auf ihr wird getanzt und somit gespielt. <\/p>\n<p>Die Zuschauer in der Aula des Schulhauses Glattler unterhalten sich. Pl\u00f6tzlich wird es dunkel und Ania Losinger betritt den Raum. Mit leisen Schritten n\u00e4hert sie sich ihrem Instrument. Sie umrundet es konzentriert, nimmt sich viel Zeit, bevor sie das Bodenxylophon Xala betritt. Im Zuschauerraum ist Ruhe eingekehrt. Die erwartungsvolle Spannung l\u00f6st sich, als der erste Ton erklingt. Die schlanke Frau beginnt zu tanzen. Die Flamencoschuhe klopfen, schlagen, schleifen und tippen die Klangst\u00e4be an. Durch die Wiederholungen bilden sich zarte Melodien. Jede bewegung ist klar definiert, perfekt eingesetzte Energie. Ania Losinger l\u00e4chelt, es sieht aus, als sei sie \u00fcber ihre Bewegungen mit dem Xala ins Zwiegespr\u00e4ch getreten. Eine laute Drehung, ein Sprung &#8211; die Xala schweigt.           <\/p>\n<h6>\u201cTanz und Musik in einer Person\u201d<\/h6>\n<p>\u201cXala h\u00e4t sin Ursprung i de Erkenntnis, das i mit mine F\u00fcess Musig mache, wenn i tanze. Dadrus het sich immer meh de Wunsch ergeh, Tanz und musig i einere Person ch\u00f6nne z vereine\u201d, schildert Ania Losinger den beginn der Suche nach Klang. In Hamper von Niederh\u00e4usern trifft sie einen Erfinder, der ihr hilft, die Ideen umzusetzen: so entsteht 1999 das Bodenxylophon Xala. Musikalische Inspiration und unterst\u00fctzung bekommt Ania Losinger vom Komponisten Don Li: \u201cH\u00e4t sich mit em Ufbau vom Instrument usenand gsetzt und e spezielli Form vo Partitur, iiteilt in F\u00fcess und H\u00e4nd, entwicklet.\u201d  <\/p>\n<h6>Anekdoten und Wissenswertes<\/h6>\n<p>Aus all diesen Experimenten ergeben sich f\u00fcr Ania Losinger zwei Wege, mit ihrem instrument zu arbeiten. Zum einen entstehen neue Rhythmen und Melodien \u00fcber Improvisation, zum andern durch das Ein\u00fcben einer konkreten Partitur, die Don Li geschrieben hat. Ania Losinger erz\u00e4hlt zwischen ihren T\u00e4nzen Anekdoten und Wissenswertes. Doch erst als es wieder dunkler wird und sie mit St\u00fccken, einem Stuhl oder gar auf dem Bauch liegend die Kl\u00e4nge in die Welt schickt, wird die Theorie erlebbar. Kein Ton ist beliebig, kein Schritt geschieht unbedacht. Das Konzert erscheint als Reduktion auf das Wesentliche und er\u00f6ffnet gleichzeitig unz\u00e4hlige wege f\u00fcr eigene Assoziationen. Es sind Momente geballter Energie und ruhiger Meditation, die Ania Losinger vermittelt. Das Publikum ist begeistert und will die T\u00e4nzerin kaum gehen lassen.       <\/p>\n<h6>\u201cEs f\u00e4gt zum Spiele\u201d<\/h6>\n<p>Sie spielt zwei Zugaben. Vorerst vierschuhig mit H\u00e4nden und F\u00fcssen; danach unterhalten sich zwei Kastagnetten. Der Abend ist ein Erfolg. Es ist der Kulturkommission gelungen, eine Kunstform nach Spreitenbach zu holen, die in ihrer Vielschichtigkeit f\u00fcr alle Menschen etwas bietet. Oder wie ania Losinger sagt: \u201cEs f\u00e4gt zum Spiele.\u201d    <\/p>\n<p id=\"autor\">Graziella Hartmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ania Losinger spielt die Xala &#8211; vielmehr betanzt sie dieses erste Bodenxylophon der Welt &#8211;<br \/>\n24 Klangst\u00e4be aus Holz, zwei Oktaven in einer intuitiven Anordnung &#8211; aber nicht auf einem Tisch, wie bei einem Xylophon. 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