{"id":14199,"date":"2026-01-26T13:53:45","date_gmt":"2026-01-26T12:53:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/tanz-gymnastik\/"},"modified":"2026-01-26T13:53:45","modified_gmt":"2026-01-26T12:53:45","slug":"tanz-gymnastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/tanz-gymnastik\/","title":{"rendered":"Tanz &amp; Gymnastik"},"content":{"rendered":"<p>April 2005<\/p>\n<h6>Musik, Rhythmus, Tanz auf der Xala<\/h6>\n<p>\u201cThe Five Elements\u201d heisst das neue Programm, mit dem sich die Berner T\u00e4nzerin Ania Losinger am 11. September im Neuguet in W\u00e4denswil gemeinsam mit dem Perkussionisten Matthias Eser urauff\u00fchrte.<\/p>\n<p>&#8230;Auf ihrer neuen Xala tanzt die K\u00fcnstlerin Ania Losinger nicht nur mit den F\u00fcssen &#8211; die ehemalige Flamencot\u00e4nzerin benutzt dazu in nahe liegender Weise die Technik des Spanischen Tanzes &#8211; , sondern sie f\u00fchrt zudem zwei St\u00e4be, mit welchen sie somit vier Anschlagspunkte gleichzeitig, rhythmisch vielf\u00e4ltig verschachtelt und harmonisch abgestimmt, zum Klingen bringt. Zusammen mit dem sehr differenziert spielenden Schlagzeuger Matthias Eser ergibt das Spiel der beiden bald einen repetitiv gestalteten Klangteppich, in welchem die Stimmen beider dicht verwoben erscheinen und eine Klangeinheit erzeugen, sich jedoch in Variationen weiterentwickeln und unversehens trennen zu einem wirklichen Dialog, in welchem die Klangm\u00f6glichkeiten des Xala deutlich h\u00f6rbar werden, sei dies durch die Fussrhythmen, den pr\u00e4zisen und differenzierten Aufschlag der St\u00e4be aufs Holz, auch mal auf den kontrastbildenden Metallrand oder im Schleifen und ziehen \u00fcber die Klangst\u00e4be mit Fuss oder Stab. Die Musikerin erfindet so trotz repetitiver Passagen ein vielf\u00e4ltiges Klangbild. Die T\u00e4nzerin geht dabei \u00fcberaus sparsam und konzentriert mit dem Einsatz ihres K\u00f6rpers um. In der Nutzung des begrenzten Tanzraumes durch Gesten, Schritte, Drehungen schafft sie eine grosse Intensit\u00e4t, immer im Zusammenhang mit Klangerzeugung. Die Idee des Kreisf\u00f6rmigen Zyklus der f\u00fcnf chinesischen Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser entspricht dem Jahreszeiten- aber auch dem Tageskreislauf und vielen weiteren Zuordnungen: Holz steht f\u00fcr Fr\u00fchling, Morgen; Feuer f\u00fcr Sommer, Mittag; Erde f\u00fcr Nachsommer, Nachmittag; Metall f\u00fcr Herbst, Abend; Wasser f\u00fcr Winter, Nacht. Die K\u00fcnstler beginnen den Kreislauf in einer Jahreszeit und durchziehen ihre Performance bis sich der Kreis wieder schliesst. Diese Zuordnungen beeinflussen das rhythmische, das dynamische und das harmonische Zusammenspiel der beiden, aber auch die r\u00e4umlich-t\u00e4nzerische Gestaltung Losingers. Wenn im Winter die gesamte Energie vom K\u00f6rper abw\u00e4rts in den Boden, ins Instrument zu fliessen scheint, bis zur beinahen Erstarrung, so steigt diese im Fr\u00fchling mehr und mehr vom Instrument in den K\u00f6rper auf, regt ihn zu pr\u00e4zisen, allm\u00e4hlich gesteigerten Bewegungen an, um im Sommer zu grosser Farbigkeit und in aller Begrenztheit des Instrumentes (und also des Raumes) zu einem Feuerwerk aufzubl\u00fchen&#8230;.        <\/p>\n<p id=\"autor\"><em>Erika Schneiter<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cThe Five Elements\u201d heisst das neue Programm, mit dem sich die Berner T\u00e4nzerin Ania Losinger am 11. 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