{"id":14059,"date":"2026-01-26T10:06:11","date_gmt":"2026-01-26T09:06:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/meditativer-dynamischer-reigen-von-klaengen\/"},"modified":"2026-01-26T10:06:11","modified_gmt":"2026-01-26T09:06:11","slug":"meditativer-dynamischer-reigen-von-klaengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/meditativer-dynamischer-reigen-von-klaengen\/","title":{"rendered":"Meditativer, dynamischer Reigen von Kl\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"<p>Maurmer Post &#8211; 6 Oktober 2011<\/p>\n<h4><strong>Die spielende T\u00e4nzerin Ania Losinger und Perkussionist Mats Eser verstehen es den Zuschauer in ihre Klangwelt einzulassen und darob die Zeit zu vergessen. Das Publikum war begeistert. Mit beharrlichem Applaus lockte es am Schluss die zwei Musiker f\u00fcr eine Zugabe auf die B\u00fchne zur\u00fcck.  <\/strong><\/h4>\n<p>Die Kirche Maur bot am Freitag Kulisse&nbsp; f\u00fcr das Zwiegespr\u00e4ch eines K\u00fcnstlerpaars. Sie musizieren im Duo \u2013 Mats Eser auf dem Marimbafon, einem xylofon\u00e4hnlichen Instrument mit h\u00f6lzernen Schwingk\u00f6rpern; Ania Losinger auf der Xala, einer Art \u00fcberdimensioniertem Bodenxylofon. Sie erzeugen dichte, sanfte, manchmal beunruhigende Kl\u00e4nge, so Raum f\u00fcllend, dass zeitweilig der Eindruck entstand, als w\u00e4re ein ganzes Orchester zu Gange. &nbsp;\u00dcber die Kirchenw\u00e4nde bewegten sich t\u00e4nzerische Schatten, \u00fcberdimensional,&nbsp; geworfen von Losingers anmutig biegsamer Gestalt. T\u00f6ne und Bewegungen, die ineinander verschmolzen und eine Atmosph\u00e4re der Schwerelosigkeit erzeugten.   <\/p>\n<p><strong>Ein klingender Tanzboden<\/strong><br \/>\nMit Flamencoschuhen und menschenhohen St\u00f6cken bringt Ania Losinger die 24 Klangst\u00e4be de Xala zum schwingen und klingen. Xala ist ein Unikat. Es ist&nbsp; weltweit das einzige, tanzend bespielbare Bodenxylophon. Rechteckig und 400 Kilogramm schwer. Zusammen mit Instrumentenbauer Hamper von Niederh\u00e4usern hat die langj\u00e4hrige Flamencot\u00e4nzerin Losinger das Bodenxylofon entworfen. Ein begehbares Instrument, wo Schritte T\u00f6ne ausl\u00f6sen und sich zu Melodien finden. Im Zusammenklang mit der Marimba, den Gongs und der Vielzahl von Tomtoms ihres Partners Mats Eser, kreieren die beiden eine eigenartige Musik. Das Ergebnis ist ein pr\u00e4zises Zusammenspiel von Tanzperformance und Musik, in wiederkehrenden harmonischen Mustern. Eine Totale der \u00dcbereinstimmung. Nie bleibt es bei einlullender&nbsp; akustischer Idylle. Die T\u00e4nzerin und der Schlagzeuger verstehen es auch harte T\u00f6ne anzuschlagen und den Zuschauer in die Wirklichkeit der Gegens\u00e4tze zu holen.          <\/p>\n<p><strong>Fern\u00f6stliche Thematik<\/strong><br \/>\nDas Programm \u201cThe Five Elements\u201d basiert auf der chinesischen Lehre der f\u00fcnf Elemente: Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer. So verschieden die Elemente sind, so anders zeigten sich die Klangbilder der f\u00fcnf St\u00fccke. W\u00e4hnte man sich als Zuschauer im beruhigenden Blau des Wassers, riss ein jammernder Ton die Ruhe auseinander, eisig und klar. Darauffolgend ein&nbsp; feines, harmloses Gebimmel von Gl\u00f6ckchen, als w\u00fcrden M\u00f6nche zum Gebet gerufen. Nach chinesischer Tradition zeigt jedes Element einen Wandlungsprozess auf.&nbsp; Phasen wie Anfang oder Aufbruch, sie unterstehen wiederum einer bestimmten Ziffer \u2013 die&nbsp; metrische Grundlage der \u201cFive Elements\u201d. Allem liegt ein Muster zugrunde von f\u00fcnf St\u00fccken. Im \u00dcbergang jeden Teils, gab es eine kaum erw\u00e4hnenswerte Pause f\u00fcr die zwei Klangmeister. Es schien als sammelten sie sich, den Blick aufeinander geheftet, ein L\u00e4cheln und wieder war da diese sp\u00fcrbare Aufmerksamkeit in jeder noch so feinen Bewegung der beiden. Das alte ist vergangen: ein neues Element, die dazugeh\u00f6rende Farbe und ein neues Klangbild erobern den Raum. So kam das Thema Feuer in orange-rot daher und t\u00fcnchte das Kirchenschiff in w\u00e4rmendes Licht und die Zuschauer in ein angenehm wohliges Gef\u00fchl.         <\/p>\n<p>Mit ihrer ersten gemeinsamen Komposition \u201cThe Five Elements\u201d (2005) treten die beiden Musiker an Festivals, in Theatern und Konzerth\u00e4usern in ganz Europa auf. Im Kinofilm \u201cB\u00f6dele \u2013 Dance the Rhythm\u201d waren sie erstmals auf der Leinwand zu sehen. Ein Film \u00fcber Menschen, die ihre F\u00fcsse archaisch und kraftvoll zu ihrem Ausdrucksinstrument machen.  <\/p>\n<p><em>Elsbeth Stucky<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die spielende T\u00e4nzerin Ania Losinger und Perkussionist Mats Eser verstehen es den Zuschauer in ihre Klangwelt einzulassen und darob die Zeit zu vergessen. Das Publikum war begeistert. 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