{"id":13917,"date":"2026-01-25T17:31:12","date_gmt":"2026-01-25T16:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/es-scheint-als-wuerde-eine-magische-hand-alles-leiten\/"},"modified":"2026-01-25T17:31:12","modified_gmt":"2026-01-25T16:31:12","slug":"es-scheint-als-wuerde-eine-magische-hand-alles-leiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/es-scheint-als-wuerde-eine-magische-hand-alles-leiten\/","title":{"rendered":"\u00abEs scheint, als w\u00fcrde eine magische Hand alles leiten\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Der Bund &#8211; 07.12.2017 &#8211; <span class=\"author\">Maximilian Pahl<\/span><\/p>\n<h3>Ania Losinger wird mit ihrem Quartett NEN den Orbital Garden bespielen.<\/h3>\n<div class=\"contextBox\">\n<div class=\"infoList\">\n<h4>Zur Person<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10513 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ania_Bund.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" srcset=\"https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ania_Bund.jpg 640w, https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ania_Bund-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ania_Bund-550x366.jpg 550w, https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ania_Bund-160x107.jpg 160w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/>Auf den ersten Blick ist die Bernerin <b>Ania Losinger<\/b> eine Fl\u00f6sserin mit menschenhohen St\u00e4ben und Flamencoschuhen. Doch ihr h\u00f6lzernes Bodeninstrument <b>Xala<\/b> ist mit den metallenen Klangfl\u00e4chen und elektronischen Tonabnehmern wohl kaum wasserfest. Dennoch tr\u00e4gt es sie akustisch \u00fcber weite, warme Fl\u00e4chen. Zu ihrem langj\u00e4hrigen Gegenspieler und Partner Mats Eser gingen vor zweieinhalb Jahren f\u00fcr die Band <b>NEN<\/b> auch Bassist Bj\u00f6rn Meyer und Schlagzeuger Chrigel Bosshard an Bord. Das Quartett spielt von <b>Mo, 11. 12., bis So, 17. 12.<\/b>, ab jeweils 21 Uhr (Fr und Sa um 22 Uhr) in Don Lis Klanglabor, dem <b>Orbital Garden<\/b> in der Kramgasse 10.    <\/p>\n<p><b>Sie werden mit ihrem Quartett NEN eine Woche lang den Orbital Garden beschallen. Der Untertitel verspricht verschmelzende Strukturen und hypnotische Klanglandschaften. Was \u00fcberwiegt: Tanz oder Trance?<\/b><br \/>\nEs ist beides gleichauf, die Sph\u00e4ren von Mats Eser an Vibrafon und Fender Rhodes verleiten zum Augenschliessen und Zur\u00fccklehnen, werden aber dicht gefolgt vom energetischen Schlagzeugspiel Chrigel Bosshards, das durchaus einen Bewegungsdrang ausl\u00f6st.<\/p>\n<p><b>Und dazu spielen Sie mit F\u00fcssen und St\u00e4ben auf Ihrem massgeschneiderten Instrument: der Xala. Das ist eine Art Marimba zum Drauftreten?<\/b><br \/>\nDie Klangfl\u00e4chen aus Holz sind in der aktuellen Version, der Xala III, mit Metall und mit Tonabnehmern versehen. Ich spiele darauf mit meinen Flamenco-Schuhen auch eine Art Schlagzeug. <\/p>\n<p><b>Mit Mats Eser spielen Sie schon lange im Duo. Wie kam es zur personellen und elektroakustischen Verst\u00e4rkung?<\/b><br \/>\nR\u00fcckblickend ist das eine logische Folge. Als die Xala III neu war, hat Bj\u00f6rn Meyer als Tonmeister den warmen holztypischen Sound in neue Klanglandschaften eingebaut. Danach war v\u00f6llig klar: Wir probieren etwas mit ihm am Bass und brauchen ausserdem einen Schlagzeuger.  <\/p>\n<p><b>Sind Ihre Bewegungen auf der Xala immer an T\u00f6ne gebunden?<\/b><br \/>\nNein, damit gehe ich inzwischen freier um. Ganz lange war f\u00fcr mich v\u00f6llig klar: Jede Bewegung dient dem Klang. Jetzt lasse ich mir die Freiheit, andere, lautlose Bewegungen rhythmisch derart einzupassen, dass sie m\u00f6glicherweise nur in der Vorstellung Kl\u00e4nge ausl\u00f6sen.  <\/p>\n<p><b>Die Live-Mitschnitte werden n\u00e4chstes Jahr ver\u00f6ffentlicht, f\u00fcr diese Zwischent\u00f6ne allein sollte man aber physisch anwesend sein?<\/b><br \/>\nUnbedingt. Wir haben viel Material und werden jeden Abend etwas anderes spielen. Durch die Kompositionen f\u00fchrt uns kein Bandleader oder kein Solist im eigentlichen Sinne, es scheint eher, als w\u00fcrde eine magische Hand alles leiten. Wir sind dankbar, in einem experimentellen Klanglabor wie dem Orbital Garden noch mehr zusammenzuwachsen, weil die Musik nicht auslatscht, sondern immer besser wird, je knackiger sie gespielt wird. Und ja: Als Live-Band sind wir einfach extrem stark, finde ich. Das muss man mal auf Tontr\u00e4ger festhalten.     <\/p>\n<p><b>Ihre Xala wiegt mehrere Hundert Kilogramm. Wie oft w\u00fcnschten Sie sich, ein handlicheres Instrument zu spielen?<\/b><br \/>\nSolche unn\u00fctzen Gedanken gibt es nat\u00fcrlich. Aber man sucht sich das ja nicht aus. Ich wollte Tanz und Musik zusammenbringen, das hat mich nie losgelassen. Nie und nimmer h\u00e4tte ich zu Beginn geahnt, dass ich mal mit einer Band unterwegs sein werde. Ich habe ausserdem mein Instrument noch lange nicht vollst\u00e4ndig entdeckt, obwohl ich es seit gut 20 Jahren spiele.    <\/p>\n<p><b>Weil Sie stets auch selbst zum Klangk\u00f6rper werden, der darauf mitschwingt?<\/b><br \/>\nJa, das setzt eine unglaubliche Kraft frei. Vor allem im Konzert haut mich das immer noch um. Es ist eindr\u00fccklich, und auch bei den Zuschauern scheint etwas zu passieren \u2013 sie bleiben mit offenem Mund sitzen. Ich arbeite an dieser Verbindung zwischen Raum, Klang und Publikum. Es m\u00fcssen archetypische Bilder sein, die das ausl\u00f6st. Aber wenn ich jetzt erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, was da genau passiert, dann w\u00e4re es vielleicht gar nicht mehr so magisch.      <span class=\"idcode\">(Der Bund)<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Ania_Bund_12-2017.pdf\">PDF Artikel herunterladen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bund &#8211; 07.12.2017 &#8211; Maximilian Pahl Ania Losinger wird mit ihrem Quartett NEN den Orbital Garden bespielen. 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