{"id":13913,"date":"2026-01-25T17:29:22","date_gmt":"2026-01-25T16:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/die-taenzerin-auf-der-wundermaschine\/"},"modified":"2026-01-25T17:29:22","modified_gmt":"2026-01-25T16:29:22","slug":"die-taenzerin-auf-der-wundermaschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/die-taenzerin-auf-der-wundermaschine\/","title":{"rendered":"Die T\u00e4nzerin auf der Wundermaschine"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.shn.ch\/region\/stadt\/2017-12-22\/die-taenzerin-auf-der-wundermaschine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schaffhauser Nachrichten<\/a><\/p>\n<p>Ania Losinger spielte am Donnerstagabend in der Kammgarn mit einem Instrument, das alles Bekannte in den Schatten stellte.<\/p>\n<p>Manche Menschen k\u00f6nnen gut tanzen, manche Menschen gut musizieren. Ania Losinger kann beides, und zwar gleichzeitig. Dies erm\u00f6glich ihr ein spezielles Instrument, das man nicht spielt, nein, die T\u00f6ne werden durch das Tanzen erzeugt. Der elektroakustische Klangk\u00f6rper namens \u00abXala III\u00bb ist eine richtige Wundermaschine. Er sieht unscheinbar aus. Wie eine kleine Holzpalette. Doch die Wirkung ist beeindruckend.      <\/p>\n<p>Ania Losinger machte am Donnerstagabend mit ihrer Band \u00abNEN\u00bb in der Kammgarn halt. Ein interessiertes Publikum hatte sich eingefunden. Auf der kleinen Holzplatte stehend, sorgte Losinger f\u00fcr Kinnladen, die erstaunt nach unter klappten. Mit zwei Klangst\u00f6cken und Flamenco-Schuhen bewaffnet, tanzte, stampfte, schlug und streichelte sie den musikalischen Fussboden. Die Musik klang wie in einem Spa-Bereich, in welchen ein iberischer Stier eingebrochen war. Teilweise Richtung Chillout und Jazz. Im n\u00e4chsten Moment mischten sich Rock und Power in die Mixtur. Drei Klangk\u00fcnstler am Bass, Schlagzeug und Keyboard begleiteten sie auf ihrem musikalischen Surfbrett. Die Band von Ania Losinger sind allesamt verdiente Virtuosen. Chrigel Bosshard an den Drums entlockte seiner K\u00fcche knackige Beats und akzentuierte Kicks. Bj\u00f6rn Meyer zupfte den sechsseitigen sonoren Masseur der Seele. Und seitlich angedockt, zwischen Fender Rhodes und Vibraphon, sorgte Mats Eser f\u00fcr einen melodischen Klangteppich.           <\/p>\n<p>Der Auftritt war stimmig und mitreissend. Die Klangst\u00f6cke wurden manchmal zur Seite gelegt, damit Ania Losinger noch mehr Bewegungsfreiheit hatte. Manchmal schnell, dann pl\u00f6tzlich wieder wie in Zeitlupe. Auch eine kleine Kritik sei angebracht Auf den Gesang wartete man leider vergeblich. Eine Band, die so stark, kreativ und frisch aufspielt, h\u00e4tte sich mit einer singenden Person im Zentrum vielleicht noch die Krone aufgesetzt. Doch der Auftritt war so einmalig, dass dieser kleine Makel schnell vergessen ging. Die Band \u00abNEN\u00bb passt in keine Schublade, sie bewegen sich auf einem ganz anderen Level. Die Lieder gleichen einem Wellengang im Meer. Sanft und gem\u00fctlich tritt gegen st\u00fcrmisch und wild in die Arena. Elegant, grazi\u00f6s und manchmal sportlich war die Darbietung der Frontfrau.         <\/p>\n<p>Die Besucher waren begeistert und applaudierten laut. \u00abWir freuen uns, dass wir heute hier spielen und den wundersch\u00f6nen Raum mit unseren Kl\u00e4ngen f\u00fcllen\u00bb, richtete Ania Losinger zum Schluss das Wort an das Publikum. Der Applaus war \u00abNEN\u00bb sicher, denn dieser Auftritt ist mit nichts zu vergleichen. Das Konzert war, als h\u00e4tte jemand musikalisch die Seele eines jeden Gastes pers\u00f6nlich massiert. Begeisterung pur, soviel stand definitiv fest.    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schaffhauser Nachrichten Ania Losinger spielte am Donnerstagabend in der Kammgarn mit einem Instrument, das alles Bekannte in den Schatten stellte. Manche Menschen k\u00f6nnen gut tanzen, manche Menschen gut musizieren. 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