{"id":13883,"date":"2026-01-25T17:05:27","date_gmt":"2026-01-25T16:05:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/ein-tritt-ein-ton-ania-losinger-in-der-stadtbibliothek\/"},"modified":"2026-01-25T17:05:27","modified_gmt":"2026-01-25T16:05:27","slug":"ein-tritt-ein-ton-ania-losinger-in-der-stadtbibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/ein-tritt-ein-ton-ania-losinger-in-der-stadtbibliothek\/","title":{"rendered":"Ein Tritt, ein Ton: Ania Losinger in der Stadtbibliothek"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.swp.de\/suedwesten\/staedte\/heidenheim\/der-tritt-macht-den-ton_-ania-losinger-spielt-xala-in-der-stadtbibliothek-25121860.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heidenheimer Zeitung<\/a> &#8211; 05.04.2018<\/p>\n<p><strong>Die Schweizerin Ania Losinger kommt am 12. April mit ihrer Xala in die Stadtbibliothek \u2013 ein Instrument, das mit Holzst\u00e4ben und Flamencoschuhen bespielt wird. <\/strong><\/p>\n<p>Ist es ein St\u00fcck Parkett, auf dem Ania Losinger da steht? Ein Flo\u00df? Eine Palette? Was macht sie mit den beiden Holzst\u00e4ben in ihren H\u00e4nden? Und: Hat sie tats\u00e4chlich Flamencoschuhe an?    <\/p>\n<p>Im ersten Moment wirft die aus der Schweiz stammende Musikerin und T\u00e4nzerin nichts als Fragen auf. Und weckt gleichzeitig das Interesse eines jeden, der sie entweder bei einem ihrer Auftritte live erlebt oder sich auch nur auf Youtube durch ihre Videos klickt. \u201ePerformance auf dem magischen Klangk\u00f6rper Xala\u201c, so beschreibt Losinger selbst ihre Kunst, die sie am Donnerstag, 12. April, um 20 Uhr in der Heidenheimer Stadtbibliothek vorf\u00fchrt.  <\/p>\n<p><strong>Man muss tanzen, damit es klingt<\/strong><\/p>\n<p>Zeit also, im Vorfeld ihres Besuches einige Fragen zu beantworten. Punkt eins: Das Holz, das ihr zu F\u00fc\u00dfen liegt. \u201eDie Xala ist ein Instrument, das zum Klingen kommt, wenn man darauf tanzt. Keine Bewegung \u2013 kein Klang\u201c, erkl\u00e4rt Losinger, die das Unikat vor rund 20 Jahren zusammen mit dem Instrumentenbauer Hamper von Niederh\u00e4usern entwickelt hat. Nicht nur das Ger\u00e4t an sich ist einzigartig; Losinger selbst gilt als die weltweit einzige Xala-Spielerin.   <\/p>\n<p>\u201eInzwischen haben wir mehrere Xalas entwickelt, die sich in Gr\u00f6\u00dfe und Klang unterscheiden. Im Prinzip handelt es sich einfach um ein Perkussionsinstrument, das mit herk\u00f6mmlichen Ger\u00e4ten aber kaum vergleichbar ist\u201c, so Losinger. Ihre allererste Xala wog ungef\u00e4hr 400 Kilogramm, ma\u00df zwei auf drei Meter und hatte 24 Klangst\u00e4be aus Holz (ostafrikanisches Padouk) und Metall. Das Instrument, mit dem die Schweizerin in Heidenheim auftreten wird, ist bedeutend schlanker: 140 Kilogramm schwer, acht Klangst\u00e4be, leicht auf- und abbaubar. \u201eDie Xala III haben wir f\u00fcr die Weltausstellung in Shanghai gebaut, weshalb sie f\u00fcr den Transport im Flugzeug geeignet sein musste\u201c, erkl\u00e4rt Losinger. Au\u00dferdem ist das Ger\u00e4t mit Tonabnehmern versehen und kann verst\u00e4rkt werden, weshalb es als elektroakustisches Instrument gilt.    <\/p>\n<p><strong>Jeder Schlag ein Ton<\/strong><\/p>\n<p>Womit sich auch schon die Frage nach der Funktionsweise stellt \u2013 und damit zusammenh\u00e4ngend die nach der Bedeutung der Holzst\u00e4be und der Flamencoschuhe. \u201eMit den Schuhen und den St\u00e4ben bespiele ich die Xala. Jeder Schlag ein Ton. Man kann es mit einer Art Riesen-Xylophon vergleichen\u201c, sagt die K\u00fcnstlerin. In der Mitte des Instrumentes sind f\u00fcnf Klangfl\u00e4chen eingebaut, die sie haupts\u00e4chlich mit den F\u00fc\u00dfen bedient \u2013 von der Funktion \u00e4hnlich der eines Schlagzeugs. Somit kann sie tanzend zugleich die perkussive als auch die melodi\u00f6se Ebene bedienen.   <\/p>\n<p>Eigentlich ist Losinger n\u00e4mlich professionelle Flamencot\u00e4nzerin. Als solche entstand vor rund 20 Jahren jedoch der Wunsch in ihr, die traditionellen Normen zu verlassen und eine eigene k\u00fcnstlerische Sprache zu kreieren. \u201eDas Hand- oder besser gesagt Fu\u00dfwerk wollte ich aber beibehalten. Genau das hat mich ja auch beim Flamenco so angezogen: Als T\u00e4nzerin stampfend perkussiv am musikalischen Geschehen beteiligt zu sein.\u201c Der simple Holzboden verwandelte sich also in ein Instrument mit gestimmten T\u00f6nen \u2013 und Losinger in eine tanzende Musikerin.   <\/p>\n<p>In der Heidenheimer Stadtbibliothek wird sie am 12. April gemeinsam mit Mats Eser ihre Produktion \u201eScope\u201c pr\u00e4sentieren: Eine Live-Performance mit der Xala III und einem Fender Rhodes, einem Elektropiano aus den 70er Jahren. Und da der Ton eben erst durch den richtigen Tritt entsteht, ist das Xala-Konzert nicht nur etwas f\u00fcr die Ohren, sondern auch f\u00fcr die Augen: In einer Zeit, so Losinger, in der oft nicht mehr ersichtlich sei, wie der Ton, wie die Musik entstehe, sei die Xala eine Antithese \u2013 archaisch und hochmodern. <\/p>\n<p><strong>Komponieren auf dem Klavier<\/strong><\/p>\n<p>Mit Eser zusammen tritt die Schweizerin bereits seit 14 Jahren als Duo auf \u2013 \u201eaber es gibt unendlich viele Kombinationsm\u00f6glichkeiten, beispielsweise auch erweitert um Bass und Schlagzeug oder mit einem Orchester.\u201c Und wie lange ben\u00f6tigt die weltweit einzige Xala-Spielerin, bis ein solches abendf\u00fcllendes Programm entwickelt ist? \u201eDaf\u00fcr gibt es keine Regel. Aber meist mindestens ein Jahr\u201c, sagt sie. Zuerst keimt in ihr eine Idee, dann folgen Skizzen, musikalische und t\u00e4nzerische Improvisationen und schlie\u00dflich wird das Material verdichtet und in b\u00fchnentaugliche Form gebracht. Was ihr dabei hilft, ist ihr allererstes erlerntes Instrument: das Klavier. \u201eDas benutze ich immer noch zum Komponieren. Da aber die T\u00f6ne auf der Xala anders angeordnet sind, ist die \u00dcbertragung eine koordinative Herausforderung.\u201c Ganz egal, wie die Koordination zwischen Tanz und Klang in der Heidenheimer Stadtbibliothek letztlich ausfallen wird \u2013 eine besondere Performance wird es allemal.      <\/p>\n<p>Joelle Reimer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heidenheimer Zeitung &#8211; 05.04.2018 Die Schweizerin Ania Losinger kommt am 12. April mit ihrer Xala in die Stadtbibliothek \u2013 ein Instrument, das mit Holzst\u00e4ben und Flamencoschuhen bespielt wird. Ist es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10953,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[47],"tags":[],"class_list":["post-13883","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news-scope"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13883"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13883\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}