{"id":13841,"date":"2026-01-25T16:43:32","date_gmt":"2026-01-25T15:43:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anialosinger.com\/wahrhaft-unerhoerte-geheimnisvolle-und-dabei-betoerende-soundimpressionen-die-nicht-von-dieser-welt-scheinen\/"},"modified":"2026-01-25T16:43:32","modified_gmt":"2026-01-25T15:43:32","slug":"wahrhaft-unerhoerte-geheimnisvolle-und-dabei-betoerende-soundimpressionen-die-nicht-von-dieser-welt-scheinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wahrhaft-unerhoerte-geheimnisvolle-und-dabei-betoerende-soundimpressionen-die-nicht-von-dieser-welt-scheinen\/","title":{"rendered":"Wahrhaft unerh\u00f6rte, geheimnisvolle und dabei bet\u00f6rende Soundimpressionen, die nicht von dieser Welt scheinen\u2026"},"content":{"rendered":"<p>Jazz&#8217;n&#8217;more &#8211; Jan\/Feb Nr. 1\/2020<\/p>\n<p>Entspannt pulsierende Rhythmen, dar\u00fcber kurze melodische Sequenzen. die sich mit keinem vertrauten Instrument in Einklang bringen lassen: wahrhaft unerh\u00f6rte, geheimnisvolle und dabei bet\u00f6rende Soundimpressionen die nicht von dieser Welt scheinen. Das ist das musikalische Universum. in das Ania Losinger, Jan Heinke und Mats Eser ihre Zuh\u00f6rerInnen und Zuh\u00f6rer laden. Erzeugt werden diese Kl\u00e4nge nicht etwa elektronisch, sondern &#8211; man staune &#8211; akustisch, wobei die Besetzung Xala. Stahlcello und Marimba lautet. Das entsprechende Album heisst &#8220;The Lugano Session&#8221; und erscheint p\u00fcnktlich zum zwanzigsten Xala-Jubil\u00e4um. Hinter dem Neologismus Xala verbirgt sich eine Serie von stetig weiterentwickelten Bodenxylophonen die Ania Losinger tanzend bespielt und die Losingers Stellung als beharrliche Sucherin auf der Musik-Szene begr\u00fcnden. Ist ihre Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Mats Eser eine Konstante in ihrem Schaffen, so stellt diejenige mit Jan Heinke eine Variation dar. Heinkes Stahlcello ist ein an eine Skulptur erinnerndes Streichinstrument, das aus einer Reihe unterschiedlich langer gestimmter St\u00e4be und einem Resonanzk\u00f6rper in Form eines gebogenen Stahlblattes besteht.         <\/p>\n<p>Die erste Begegnung mit Jan Heinke geht &#8211; so erinnert sich Ania Losinger &#8211; auf das Jahr 2003 zur\u00fcck, als die beiden am Folkmusic Festival im th\u00fcringischen Rudolstadt zusammentrafen, &#8220;F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter begegneten wir uns in Polen, am Audio Art Festival. Damals war ich mit Mats und unserer Komposition &#8216;The Five Elements&#8217; unterwegs, Jan mit seinem Stahlquartett. Wir probten eine gemeinsame Zugabe und fuhrten sie auf.&#8221; Der musikalische Funke sprang. und Ania Losinger empfahl Heinkes aus Stahlcelli bestehendes Quartett Don Li, der in der Folge das Debutalbum des ungewohnten Viergespanns auf seinem Hauslabel Tonus Music Records (TON 037) produzierte. Mit oder ohne sein Quartett trat Heinke wiederholt in Don Lis Orbital Garden in Bern auf. &#8220;Vor vier Jahren, bei einem dieser Gastspiele&#8221;. f\u00e4hrt Ania Losinger fort, &#8220;wohnte Jan bei uns, und wir probten und t\u00fcftelten eine Woche lang&#8221;. Mats Esel Ania Losinger und Jan Heinke hatten die Idee, in \u201c\u00fcberakustischen R\u00e4umen&#8221; zu spielen. Also organisierten sie einen Probetag in einem Wasserspeicher zwischen Dresden und Berlin. der einen Nachhall von zwanzig Sekunden hat. Dabei entstand eine sehr freie, lose Musik, in die Heinke seinen Ober- und Untertongesang einbrachte.<\/p>\n<p>&#8220;Es musste ein weiteres Jahr verstreichen, bis wir wieder zusammenspielten und uns dem rein akustischen Klang unserer Instrumente widmeten. Mats und ich entdeckten das Spielen unserer energetisch dichten Strukturen im doppelten Pianissimo. Damit erdr\u00fcckten wir das hauchende Stahlcello nicht, sondern konnten es \u00fcber unsere Fl\u00e4chen fliegen lassen. Nach mehrmaligem Proben hatten wir die Gewissheit, dass es genau dieser Klang sein musste. an dem wir forschen wollten und der nun auch auf das Album gefunden hat.&#8221;    <\/p>\n<p>Auf die Frage nach dem kompositorischen Prozess, der den zu dritt signierten St\u00fccken auf &#8220;The Lugano Sessions&#8221; zugrunde liegt, antwortet An\u00a1a Losinger: &#8220;Die Kompositionen sind \u00fcber das gemeinsame Improvisieren entstanden. Die stundenlangen Improvisationen haben wir aufgenommen, analysiert, brauchbare Elemente weiterentwickelt, verdichtet, bis zu guter Letzt das Extrakt auf den Tontr\u00e4ger gebannt wurde.&#8221; Eine kurze Zwischenbilanz nach zwanzig Jahren Xala? &#8220;Sowohl die Entwicklung des Instruments mit all seinen Facetten an sich als auch die Entwicklung von mir als K\u00fcnstlerin mit und auf diesem Instrument zeigen eine fortlaufende Bewegung hin zum grossen Klang. Um den Klang geht es, se\u00a1 es mit Grooves. Patterns oder Tanz. Und es<br \/>\nscheint diese lange Zeit gebraucht zu haben, um mit einer kompletten Neuerfindung wie der Xala vom blossen Beherrschen und Pr\u00e4sentieren eines &#8216;Exoten&#8217; zum reinen Inhalt zu finden.&#8221;<\/p>\n<p><em>Georg Modestin<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anialosinger.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/1861_001.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Download of the german article as PDF<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jazz&#8217;n&#8217;more &#8211; Jan\/Feb Nr. 1\/2020 Entspannt pulsierende Rhythmen, dar\u00fcber kurze melodische Sequenzen. die sich mit keinem vertrauten Instrument in Einklang bringen lassen: wahrhaft unerh\u00f6rte, geheimnisvolle und dabei bet\u00f6rende Soundimpressionen die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[56,113],"tags":[],"class_list":["post-13841","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news-duo","category-radio-tv-film-en"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13841\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.anialosinger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}