Einblick in drei Minuten:
Hier gehts zum integralen Konzertmitschnitt der Uraufführung in Schwäbisch Gmünd 2017
Wie ein Floß, bestehend aus Holz- und Metallstäben, liegt die Xala bereit – ein Instrument, das durch minimalistische Bewegungen, große Gesten oder mit Flamencoschuhen in die Klangstäbe hinein getanzter Figuren, Rhythmen, Melodien bespielt wird.
Mit scheinbarer Leichtigkeit und beeindruckender körperlicher Präsenz steuert Ania Losinger ihr Floß Xala durch die Welt der Töne und Klänge. Der Fluss der Musik wird von Mats Eser mit seiner fünfoktavigen Marimba, Trommeln und asiatischen Gongs vorangetrieben.
Ihre gemeinsame Komposition mündet in weiten, offenen Räumen. Es entsteht eine Dynamik zwischen schnellen Grooves und schwebender, meditativer Ruhe; es spannt sich ein Bogen von “Klängen jenseits aller Stile” bis hin zu höchst ästhetischen Bildern, die Zeit und Raum vergessen lassen: “Music for an Open Space”!
Diese Produktion des Musiker-Duos Ania Losinger und Mats Eser ist eine Konzertperformance, in der sie sich ganz dem rein akustischen Instrumentarium Xala II und Marimba/Percussion widmen.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem lange nachklingenden Raum, den sie bespielen. Wie Licht von Wänden und Decke zurückgeworfen wird, geht der Nachhall den gleichen Weg und wird als unsichtbarer Mitmusiker in die Musik eingeflochten. Dieses präzise Zusammenspiel entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Die sich öffnenden Tonlandschaften der Xala und der Marimba führen in eine Welt repetitiver Rhythmen und kunstvoller Reduktion. Der Zusammenklang der beiden Instrumente offenbart ein breites Spektrum von poetisch leiser Kammermusik bis hin zu magisch orchestraler Kraft.
“Music for an Open Space Vol. I” feierte seine umjubelte Uraufführung am Festival für Europäische Kirchenmusik 2017 in der Johanniskirche Schwäbisch Gmünd.
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