NEN – Monolith I
Ania Losinger – Xala III (betanzbarer, elektroakustischer Klangkörper), Effekte
Björn Meyer – Bass, Effekte ı Mats Eser – Fender Rhodes, Effekte ı Chrigel “Tian” Bosshard – drums
In einer zunehmend komplexen und multikulturellen Welt, in der alles möglich scheint, ist NEN mehr als nur der Name einer Band. Es ist die fast greifbare Manifestation dessen, was Interaktion als Gruppe bedeuten kann, eine Erkundung, die die individuellen musikalischen Erfahrungen und Qualitäten der Bandmitglieder zu einer neuen und unverwechselbaren Essenz verbindet und destilliert.
Mit dem ersten Downbeat stellt der Monolith drei metrische Strukturen von 13, 14 und 29 gegenüber und schafft so einen Zyklus von 58:39 Minuten, in dessen letztem Takt sie alle zusammenlaufen. Basierend auf dem gleichen Tempo und verwurzelt in einer präzisen metrischen Konstruktion, offenbart die Musik eine intrinsische Fähigkeit, innerhalb ihres strengen Rahmens frei zu fließen.
Die Vision der vier Musiker mit ihrer einzigartigen Instrumentenkombination war es, zunächst gemeinsam improvisierte Abschnitte zu einer klaren und ausgewogenen Komposition zu verbinden. Einzelne Phrasen werden miteinander verwoben und dürfen von einem Instrument zum anderen wandern, sodass sie immer wieder in neuen Klangfarben und Kontexten auftauchen.
Aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, verändert der Monolith sein Aussehen, bleibt aber dennoch eine einzige, unteilbare Einheit. NEN hat die Originalaufnahmen während des Mixing-Prozesses bearbeitet und geformt und so einen einzigartigen, unnachahmlichen Band-Sound geschaffen. Subtil lenkt er die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf immer neue Details und lässt so die endgültige kristalline Form des Monolithen zum Vorschein kommen.
